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Nachhaltige Oberflächen

Die Nachhaltigkeit einer Keramikoberfläche beruht auf der Ausgewogenheit von Produkt und Prozess.
Das bedeutet, sein Lebenszyklus muss als Ganzen berücksichtigt werden, vom Material über die Ausführung bis hin zur Nutzung in den Räumen und zur langfristigen Pflege.

Aus dieser Perspektive bedeutet Nachhaltigkeit für uns Konsequenz bei der Qualität, bei unseren Industriepartnern, mit denen wir die Produkte herstellen, und bei den Hilfsmitteln, die das Projekt unterstützen.

Eine Oberfläche ist nicht nachhaltig, nur weil dies so angegeben ist.
Sie wird es erst dadurch, dass sie sinnvoll ausgewählt wird und langfristig zuverlässig bleibt.

Eine Entscheidung ist nachhaltig, wenn sie das Umfeld, die Anforderungen und die Haltbarkeit berücksichtigt und durch einen klaren Prozess gestützt ist.
Auf diese Weise wird Nachhaltigkeit zu einem praktischen Kriterium, das die Entscheidungsfindung und die Prioritäten über den gesamten Lebenszyklus hinweg beeinflusst.

Bei uns stehen vier Aspekte im Mittelpunkt, mit denen die Nachhaltigkeit unserer Oberflächen konkret und überprüfbar wird.

Langlebigkeit und Leistung: Durch eine Oberfläche, deren Eigenschaften langfristig erhalten bleiben, sinkt der Bedarf an Austausch und Nacharbeiten. Dies trägt dazu bei, die Gesamtauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus gering zu halten.

Die Nachhaltigkeit eines Belags zeigt sich vor allem langfristig.
Ein großer Anteil der Umweltauswirkungen durch ein Material entfällt auf die Phasen Herstellung, Transport und Verlegung.

Wenn eine Oberfläche häufig ausgetauscht werden muss, wiederholen sich diese Auswirkungen.
Wenn ihre Eigenschaften jedoch langfristig gleich bleiben, verteilen sich die anfänglichen „Kosten” auf mehr Nutzungsjahre, weil die Notwendigkeit für neue Lieferungen und Arbeiten sinkt.

Bei Feinsteinzeug ist vor allem ein Punkt entscheidend für seine Nachhaltigkeit: der Lebenszyklus.
Feinsteinzeug ist ein hochverarbeitetes Produkt, das in einem energieintensiven Industrieprozess hergestellt wird.
Daher ist eine Nachhaltigkeitsbewertung, die sich nur auf die anfänglichen Auswirkungen beschränkt, oberflächlich und unzutreffend.

Langlebigkeit: wenn die Oberfläche zur Umgebung passt

Langlebigkeit ist kein abstraktes Konzept.
Sie hängt von den richtigen Eigenschaften für die jeweilige Anwendung ab.
Wenn eine Oberfläche nach den Anforderungen der jeweiligen Umgebung ausgewählt wird, reduzieren sich Anwendungsfehler, Nacharbeiten und vorzeitiger Austausch.

Daher müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Umgebung und Nutzung (Innen-/Außenbereich, Wasser, Witterungseinflüsse, Schmutz, Abrieb)
  • Intensität der Nutzung und des Verkehrs (Wohnräume, Gastgewerbe, Einzelhandel, öffentliche Bereiche)
  • Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität (zum Beispiel Nassräume oder Arbeitsbereiche)

Gleichbleibende Ästhetik und Leistung

Eine langlebige Oberfläche ist nicht nur „robust”.
Es handelt sich vielmehr um eine Oberfläche, bei der sich Leistung und Ästhetik langfristig nicht verschlechtern und damit die wahrgenommene Qualität und der Wert der Räume erhalten bleibt.

Was dabei wirklich zählt, sind:

  • Unempfindlichkeit gegenüber Abnutzung und Beanspruchung
  • gleichbleibendes Aussehen und ästhetische Wirkung
  • weniger invasive Sanierungsmaßnahmen

Routinemäßige Pflege: Nachhaltigkeit im Alltag

Die Nachhaltigkeit wird auch davon beeinflusst, was nach der Verlegung passiert.
Klare, wiederholbare und auf die Umgebung abgestimmte Pflege sorgt dafür, dass weniger größere Eingriffe erforderlich sind, und trägt dazu bei, dass die Oberfläche langfristig ihre ursprünglichen Eigenschaften behält.

Durch die typischen Eigenschaften von Feinsteinzeug und die Unempfindlichkeit der Oberfläche ist die Reinigung im Allgemeinen leicht und wiederholbar und lässt sich problemlos an unterschiedliche Nutzungsbedingungen anpassen.

Materialien und Kreislaufwirtschaft: Die Auswahl der Materialien und Lösungen ist darauf ausgerichtet, Abfälle zu verringern, die Ressourcen zu schonen und dabei dennoch alle technischen und qualitativen Anforderungen zu erfüllen.

Feinsteinzeug wird aus natürlichen Rohstoffen wie Tonerden und Feldspaten hergestellt, die zu einer kompakten, stabilen Oberfläche verarbeitet werden.
Wenn wir von Kreislaufwirtschaft sprechen, beziehen wir uns nicht auf eine einzelne Angabe, sondern einen Ablauf, der den gesamten Lebenszyklus des Materials vor und nach der Verlegung umfasst.

Kreislaufwirtschaft in der Produktion

Das bedeutet, während des gesamten Prozesses Abfälle zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.
Bei Feinsteinzeug wirkt sich das hauptsächlich auf zwei Aspekte aus: Wiedergewinnung und kontrolliertes Management der Verarbeitungsabfälle und, sofern technisch möglich, Integration von Recyclingmaterial in die Zusammensetzung des Produkts, ohne Qualität und Leistung zu beeinträchtigen.

Unser Recyclinganteil liegt im Durchschnitt bei 30 % der Produkte, kann jedoch je nach Kollektion, Format und Stärke variieren.
Bei einigen Lösungen, vor allem den 2 cm starken Oberflächen, kann der Anteil an Recyclingmaterial höher sein. Über 50 % sind möglich, ohne dass sich die technischen Eigenschaften und Leistungen verschlechtern.

Kreislauf am Ende des Lebenszyklus

Wenn eine Oberfläche entfernt und ersetzt wird, kann das Material der Wiederverwertung zugeführt werden.
In der Praxis wird es oft für den Unterbau oder die Gesteinskörnung wiederverwendet.
Dadurch muss weniger Material entsorgt werden und für ähnliche Anwendungen werden weniger neue Ressourcen benötigt.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Abfälle bei der Herstellung nach Maß.
Beim maßgeschneiderten Design von K-LAB werden die Bearbeitungsabfälle sorgfältig verwaltet und, sofern möglich, wiederverwertet, damit noch weniger Abfall entsteht.

Verantwortliche, transparente Produktion: Ein kontrollierter industrieller Prozess, der auf qualifizierten und zertifizierten Partnern, Managementstandards, Zertifizierungen und klaren Informationen in Bezug auf das Projekt basiert.

Die Produktionsphase hat im Lebenszyklus einer Oberfläche mit die größten Auswirkungen.
Daher hängt Nachhaltigkeit nicht nur von der Auswahl des Materials ab, sondern auch davon, wo und von wem die Oberfläche hergestellt wird.

Für Kronos ist auch die Wahl der Produktionspartner eine Frage der Nachhaltigkeit.
Wir arbeiten mit gut organisierten Unternehmen mit hoher industrieller Kompetenz zusammen, die uns Prozessstandards, Kontrollen und dokumentierte Transparenz garantieren. Diese Elemente sind unerlässlich, um die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus überprüfbar zu machen.

Betriebliche Effizienz und Standortnähe: Wir arbeiten an einem modernen Standort, der darauf ausgelegt ist, Verbrauch und Abfall zu reduzieren. Die Energie stammt aus erneuerbaren Quellen und mit allen Ressourcen wird sorgfältig umgegangen.

Alle unsere Kartonverpackungen sind aus recyceltem Papier und können selbst wieder recycelt werden.
Wir verwenden für Hitzebehandlung geeignete Paletten, die mit Wärme anstatt mit giftigen Gasen desinfiziert werden.
Außerdem bemühen wir uns um Lieferketten mit kurzen Wegen, um die Umweltauswirkungen durch den Transport zu reduzieren.

Unsere Zertifizierungen zeigen auf transparente Weise, wie unsere Produkte hergestellt werden.
Einerseits belegen sie, dass unser Unternehmen mit strukturierten, extern geprüften Managementsystemen arbeitet. Andererseits machen sie Dokumente und Erklärungen für die einzelnen Produkte zugänglich, die in der Planungsphase eingesehen und genutzt werden können.
Dies hilft ganz konkret, bei der Planung bewusste Entscheidungen zu treffen und auf Nachhaltigkeitsziele hinzuarbeiten.

Systemzertifizierungen für die Fertigung

Die Systemzertifizierungen bestätigen, dass strukturierte, von externen Stellen geprüfte Prozesse für das Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement angewendet werden.

UNI EN ISO 9001 – QUALITÄT

Die Norm ISO 9001 legt Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem fest, die die Prozesskontrolle, Rückverfolgbarkeit und fortlaufende Verbesserung betreffen.
Praktisch bedeutet das:

  • Standardisierung der Produktions- und Kontrollphasen
  • Vermeidung von Mängeln, Nacharbeiten und Abfällen
  • gleichbleibende Ergebnisse und zuverlässige Lieferungen
In Hinsicht auf den Lebenszyklus bedeutet Qualität auch weniger Abfälle in späteren Phasen: Ein stabiler Prozess reduziert Fehler, Korrekturen und wiederholte Arbeiten.

UNI EN ISO 14001 – UMWELT

Die Norm ISO 14001 bezieht sich auf das Umweltmanagement und die Fähigkeit des Unternehmens, die mit der eigenen Tätigkeit verbundenen Umweltauswirkungen zu identifizieren, zu kontrollieren und zu verbessern.
Konkret bedeutet das:

  • strukturiertes Management von Emissionen, Abfällen und Ressourcen
  • Kontrolle der Einhaltung von Normen und Vorschriften
  • Verbesserungsziele und Überwachung der Indikatoren
Sie ist eine wichtige Voraussetzung, da Nachhaltigkeit nicht mehr durch sporadische Initiativen, sondern durch ein echtes Umweltmanagementsystem erreicht wird.

UNI EN ISO 50001 – ENERGIE

Die Norm ISO 50001 betrifft das Energiemanagement und fordert ein strukturiertes System zur Messung, Analyse und fortlaufenden Verbesserung der energiebezogenen Leistung.
In einem energieintensiven Bereich wie der Keramikbranche ist das entscheidend, denn es beinhaltet:

  • die Überwachung und Optimierung des Energiebedarfs in den energieintensivsten Phasen
  • Pläne zur Verbesserung mit Zielen und regelmäßigen Kontrollen
  • Einbeziehung energiepolitischer Aspekte in Industrieentscheidungen
In Hinsicht auf Nachhaltigkeit ist dies ein sehr konkreter Ansatz, um die Auswirkungen der Produktionsphase zu senken.

PRODUKTZERTIFIZIERUNGEN

Im Rahmen der Planung konkretisiert sich Nachhaltigkeit, wenn einsehbare, für das gewählte Produkt relevante Unterlagen vorliegen.
Daher können wir für die gewünschte Kollektion, das Format und den Zielmarkt Zertifizierungen und Produktdeklarationen zur Verfügung stellen, die für Lastenhefte, Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsberichte nützlich sind.

CE (CONFORMITÉ EUROPÉENNE)

weist darauf hin, dass das Produkt die Sicherheits- und Konformitätsanforderungen der EU-Vorschriften erfüllt. Die Kontrolle gilt für die entsprechenden Produktionschargen. Mehr erfahren

UKCA (UK CONFORMITY ASSESSED)

weist darauf hin, dass das Produkt die Sicherheits- und Konformitätsanforderungen der in Großbritannien geltenden Vorschriften erfüllt.
Es ist die britische Entsprechung zur CE-Kennzeichnung für Produkte, die zu regulierten Kategorien gehören.

EPD (ENVIRONMENTAL PRODUCT DECLARATION

Ist eine Umweltdeklaration, die in verifizierter Form die Umweltauswirkungen in Hinsicht auf den Lebenszyklus und den Produktionsprozess angibt.

™

LEED (LEADERSHIP IN ENERGY AND ENVIRONMENTAL DESIGN)

Ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltige Gebäude, das den Einsatz von Materialien und Planungsentscheidungen belohnt, die auf Effizienz, Umweltverträglichkeit und Verbrauchsreduzierung ausgerichtet sind.
 Mehr erfahren

CAM (CRITERI AMBIENTALI MINIMI)

In Italien festgelegte Umweltkriterien zur Förderung von Produkten und Materialien mit geringeren Umweltauswirkungen über ihren gesamten Lebenszyklus.

QB-UPEC (USURE POINÇONNEMENT EAU CHIMIQUE)

Eine Leistungsklassifizierung, die dabei hilft, anhand der technischen Eigenschaften jedes einzelnen Produkts und der zu erwartenden Beanspruchung die jeweils am besten geeignete Anwendung zu ermitteln.

BUREAU VERITAS

Die Bureau Veritas-Zertifizierung des Herstellers belegt gemäß der Norm UNI EN ISO 14021 den Anteil an Pre-Consumer-Rezyklat im Produkt.

HPD (HEALTH PRODUCT DECLARATION)

Eine Erklärung, welche die Inhaltsstoffe eines Bauprodukts und die dazugehörigen Gefahrenhinweise im standardisierten Format HPD Open Standard transparent macht.

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